Antworten zum Support-Ende von Windows XP

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Windows XPNach über 13 Jahren nähert sich das Support-Ende von Windows XP am 8. April 2014. Bereits 2007 hätte Windows XP sein Ende finden sollen, das Support-Ende wurde wegen der hohen Verbreitung damals allerdings auf 2014 verschoben. Noch Anfang April 2014 lief das in die Jahre gekommene Windows auf rund zehn Prozent der Anwendergeräte. Windows XP wurde zum beliebtesten Windows, das Microsoft je veröffentlicht hat. Grund dafür ist der lange Produkt-Lebenszyklus und die starke Ressourcen-Belastung des XP-Nachfolgers “Windows Vista”. Es brauchte schon etwas Glück, um Vista noch auf der alten XP-Maschine ausführen zu können bzw. es mit all seinem Umfang zu nutzen. Vista zwang viele ältere Rechner in die Knie, sofern sie die Installations-Voraussetzungen überhaupt erfüllten.

XP-Effekt” nennt man inzwischen den Zustand einer intensiven Nutzerbindung: Gewöhnt sich ein Anwender zu lange an etwas, so will er es nicht mehr hergeben. Es geht nicht darum, den Nutzern etwas wegzunehmen. Viele Anwender sind sich jedoch nicht über die starken Risiken in Verbindung mit einem Betriebssystem, das man in der IT wohl schon als “antik” bezeichnen kann, bewusst.

Antworten zum Support-Ende von Windows XP

Was passiert nach dem 8. April 2014?

Windows XP wird ab dem Stichtag nicht einfach unnutzbar sein. Es funktioniert weiterhin auf den eingesetzten Rechnern, doch wird es keine Sicherheitsupdates, Aktualisierungen und keine Unterstützung von Microsoft mehr geben. Schon vor dem Supportende war es eine zwiespältige Sache, doch nun stellt das immer noch verbreitete Windows XP regelrecht eine Zielscheibe für Spyware, Schadsoftware und Angriffe aller Art dar. Gerade veraltete Software ist ein bevorzugtes Hauptziel für Kriminelle. Schon länger ziehen sich auch Drittanbieter mit der Unterstützung vermehrt von XP zurück, sodass auch durch Lösungen anderer Hersteller keine nennenswerte Sicherheit mehr geboten ist.Auch Hersteller von Anwendungssoftware werden sich nun vermehrt von XP zurückziehen. Das bedeutet, dass es weitläufig keine Updates und Patches mehr für die eingesetzte Software unter XP geben wird. Viel neue Software war schon vor dem Stichtag im April 2014 nicht mehr unter Windows XP lauffähig – neue Software und auch Unterstützung von Hardware unter XP wird zukünftig also eher zur Ausnahme.

Was sollten Anwender nun tun?

Besonders Privatanwender sollten so schnell wie möglich ihre Betriebssysteme auf die aktuellen Windows-Versionen aktualisieren, oder auch auf alternative Systeme wie Mac OS X von Apple zurückgreifen. Experten und Microsoft selbst raten eindringlich davon ab, Windows XP weiterhin zu nutzen.
Für die Portierung Ihrer Daten steht ein bequemes Tool zum Transfer von Microsoft zum Download bereit.
Sichern Sie vor der Aktualisierung unbedingt Ihre Daten auf externen Medien!

Werden meine Programme auf neueren Windows-Versionen noch laufen?

Für diese Frage hat Microsoft einen Upgrade Assistenten zum Download bereitgestellt. Der Assistent prüft Ihren Computer, angeschlossene Geräte und Ihre Programme auf Kompatibilität.

Ich habe alte Programme, die nicht auf Windows 7, 8 oder alternativen Systemen laufen

Für solche Fälle kann Windows XP in einer virtuellen Maschine auf dem neuen Betriebssystem installiert, oder je nach Produkt sogar importiert werden. Kommerzielle Lösungen wie VMware oder kostenlose wie VirtualBox bieten sich hierfür an. Es handelt sich dabei um Software, die virtuell einen Computer simuliert – ein PC im PC sozusagen. Das hat den Vorteil, dass die entsprechende Software weiterhin benutzt werden, und aus sicherheitstechnischen Gründen per Mausklick dann auch vom Internet abgeschottet werden kann.

Kann ich auf Linux umsteigen?

Linux ist ein freies Betriebssystem, das in vielen Versionen und Varianten mit verschiedenen Benutzeroberflächen zumeist kostenlos erhältlich ist. Beachten Sie aber, dass Ihre gewohnten Programme unter Linux nicht mehr funktionieren werden. Softwarealternativen sind oft vorhanden, jedoch in sehr übersichtlicher Auswahl unter den OpenSource-üblichen Qualitätseinbußen. Für Geräte gibt es eventuell keine Treiber der Hersteller zum ordnungsgemäßen Betrieb. Möglicherweise können Sie aber auf die Treiber von Drittherstellern zur Weiterbenutzung Ihrer Hardware zurückgreifen, dann ist es aber sehr wahrscheinlich, dass sie im Betrieb nur noch eingeschränkt und ohne Hersteller-Support funktionieren.

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