Antworten zum Support-Ende von Windows 7

Lesezeit: 3 Minuten


Am 14. Januar 2020 beendet Microsoft nach über zehn Jahren den Support für Windows 7. Das bedeutet, an diesem Tag wird es zum letzen Mal Sicherheitsupdates für das Betriebssystem geben. Danach erhalten Anwender auch keinen Service oder Support mehr. Einzig für Unternehmen, die die Umstellung auf eine aktuelle Windows-Version noch nicht vollzogen haben, bietet Microsoft bis 2023 technische Unterstützung sowie Extended Security Updates an.

Was sollten Anwender tun?

Heimanwender sollten Windows 7 nach dem 14. Januar 2020 besser nicht mehr einsetzen. Das 2009 veröffentlichte Betriebssystem zeigt sich inzwischen verstärkt im Visier von Kriminellen. Nach dem Stichtag werden sich Angriffe sogar intensivieren, da bestehende Sicherheitslücken keine Patches mehr erhalten. Auch Softwareanbieter ziehen sich längst vermehrt aus der Entwicklung und Unterstützung ihrer Treiber und Software für Windows 7 zurück, sodass in absehbarer Zeit damit zu rechen ist, dass neue Anwendungen nicht länger lauffähig sind. Ebenso stellt veraltete Software ein bevorzugtes Ziel für Kriminelle dar, es ist also keine nennenswerte Sicherheit mehr geboten.

Die Möglichkeit, kostenlos von Windows 7 auf Windows 10 zu aktualisieren, wurde im Juli 2016 beendet. Das bedeutet, Anwender müssen nun eine kostenpflichtige Lizenz einer aktuellen Windows-Version erwerben, oder auch auf alternative Systeme wie macOS und Linux zurückgreifen.

XP-Effekt

Auch Windows 7 zeigt sich stark dem sogenannten „XP-Effekt“ ausgesetzt. Noch zu Beginn des Jahres 2019 benutzen fast 37 Prozent der Anwender das Betriebssystem. Dieses Phänomen existiert seit Windows XP (2001), dessen Lebenszyklus wegen mangelnder Entwicklung unnötig lange aufgeschoben und erst 2014 beendet wurde. XP wurde immer wieder nur unzureichend durch neue Einzelversionen an moderne Gegebenheiten angepasst, auch versäumte dessen Nachfolger Vista ebenfalls damalige Rahmenbedingungen. Mit zusätzlich hohem Ressourcenverbrauch konnte Vista die Anwender letztendlich nicht überzeugen, was die Nutzerbindung an XP noch intensivierte. Anwender waren so starken Risiken ausgesetzt und technische Weiterentwicklungen unnötig verzögert.

Umstieg vorbereiten

  • Sichern Sie vor der Aktualisierung unbedingt Ihre persönlichen Daten, zum Beispiel auf externen Medien!
  • Prüfen Sie, ob Ihr Gerät die Systemvoraussetzungen eines aktuellen Windows erfüllt.
  • Erkundigen Sie sich über die einzelnen Windows-Versionen.
  • Informieren Sie sich über alternative Systeme wie macOS oder Linux.
  • Haben Sie alte Programme, die nicht unter Windows 10 oder alternativen Systemen laufen, ziehen Sie Virtualisierungssoftware wie VirtualBox in Betracht.

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Leser

War zu erwarten das das kommt.
Kann nur empfehlen mal zu schaun ob nicht vielleicht Linux eine Alternative sein kann, bevor man nen Mittleres vermögen in Windows 10 Investiert.